Freitag, 25.12.2015

Darwin und seine Nationalparks

Darwin ist eine ganz nette Stadt. Liegt sehr schön am Wasser, hat aber leider für Touristen nicht all zu viel zu bieten. Die Stadt ist aber der Ausgangspunkt für die Touren in die verschiedenen Nationalparks. Dazu gehört unter anderem der Kakadu Nationalpark und der Litchfield Nationalpark.

Beide Parks standen auf unserer Liste was wir uns ansehen wollten. Aber man darf das Wetter nicht ausser acht lassen. In Australien ist zur Zeit zwar Sommer, aber auch Regenzeit. Und im Norden kann es auch zu Zyklonen kommen, aber davor blieben wir bis jetzt verschont.

 Die Fahrt in den Kakadu Nationalpark begann eigentlich sehr gut und wir haben einiges gesehen. Unter anderem die Ubirr Art Galerie, das ist eine Galerie mit Wandmalereien der Aboriginals. Hier haben die Aboriginies mehr oder  weniger die Geschichte für ihre Nachfahren aufgemalt. Sehr schön, aber für uns nicht wirklich zugänglich. Auch unser Guide meinte, sie würden nur das Wissen von Kindern vermittelt bekommen. Mehr Interesse daran schien er auch nicht zu haben. undecided

Das  Nachtlager war wieder ein Zeltcamp, leider aber nicht so sauber wie wir es gewohnt waren vom roten Zentrum. Wenn man müde genug ist, ist alles OK. Am nächsten Tag haben wir Morgens erst eine Bootstour durch das Feuchtgebiet des Kakadu Nationalpark gemacht, um Krokodile zu sehen. Aber da es schon die ganze Nacht geregnet hatte, ist auch diese Tour mehr oder weniger feucht ausgefallen. Ein paar Krokodile waren trotzdem zu sehen und auch verschiedene Vögel.

Kakadu Nationalpark Wasserbüffel

Nachdem Frühstück ging die Tour dann weiter in den Litchfield Nationalpark. Hier standen diverse Wasserfälle auf dem Programm, aber viele Strassen waren bereits überflutet, so dass wir gezwungen waren auf einer Straße umzukehren. Und ihr könnte euch schon denken was passiert ist: Wir sind im Graben gelandet! Frohe Weihnachten! Wir hatten uns schon alle auf ein tolles Weihnachtsessen gefreut, aber statt dessen standen wir im Regen und warteten auf Hilfe. 

Wie hoch steht das Wasser? Ab in den Graben

Nach ca. 2 Stunde kamen dann zwei Jeeps, die gemeinsam stark genug waren um uns (immerhin 12,5 Tonnen wiegt der Bus, ohne Anhänger) aus dem Graben zu ziehen. Na ja, der Tag war gelaufen, ab ins Camp und alles für die Nacht und das Weihnachtsessen vorzubereiten. Das Essen war sehr gut und der Wein dazu exzellent. Um ca. 21 Uhr sind wir dann schlafen gegangen, und um ca. 22.15 Uhr mussten wir das Lager dann fluchtartig verlassen, wegen Überflutungsgefahr im Litchfield Nationalpark. Besonders spannend, da unser Guide schon einiges getrunken hatte. Zurück ging es bis nach Darwin in eine Jugendherberge.

Am nächsten Tag sind wir dann nochmals in den Litchfield Nationalpark gefahren, da es keinen offiziellen Hinweis darauf gab, dass dieser geschlossen ist. Am Anfang war auch alles gut, der Regen hatte nachgelassen und wir freuten uns alle auf die Wanderungen und das Schwimmen. Aber es kommt meist anderst als man denkt. Wir mussten aufgrund des erneut einsetzenden Regens wieder umkehren, denn die Straße war bereits zu sehr überflutet. 

Ende einer Rundtour durch die Nationalparks rund um Darwin, mehr oder weniger sprichwörtlich ins Wasser gefallen.

Detailansicht Blüten Palmenansicht Blick auf Darwin